Blümchen zum Sanierungsstart

GWG-Sanierungsstart 2021

BU: Mit einer riesigen Betonfräse wurde ein Balkon herausgeschnitten, um einen 2,5 Quadratmeter größeren einzusetzen. Darunter überreichte Josef Gerstl Langzeitmieterin Hannelore Pohl einen Blumenstrauß für 45-jährige Treue zur GWG.

Neustadt – Hannelore Pohl ist seit 45 Jahren Mieterin bei der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft (GWG) und wohnt seither in der Sudetenstraße 12. Die Langzeitmieterin muss sich nun auf eine größere Baumaßnahme einstellen und ein halbes Jahr mit Lärm und Staub zurechtkommen. „Doch das gehört zu einer Baumaßnahme dazu, schließlich wird mein Wohnblock und damit meine Wohnung schöner“, relativiert die 79-jährige rüstige Rentnerin.

Sie freut sich besonders auf den neuen, größeren Balkon. Doch es geht bei dem Bauvolumen nicht nur um Schönheit, sondern technische und energieeffiziente Sanierung. „Die Modernisierung und Instandsetzung der Wohnanlage Sudetenstraße 10 und 12 beinhaltet beispielsweise energieeinsparende Maßnahmen wie Fassadendämmung, Einbau einer neuen Zentralheizung und Einbau von Kunststofffenstern mit Wärmedämmglas und Montage von Vorbaurollladen“, erläutert bei einem Vor-Ort-Termin der geschäftsführende Vorstand der GWG, Josef Gerstl. „Daneben gibt es auch größere Balkonanlagen, neue Wohnungseingangstüren und auch die Außenanlagen werden hergerichtet“, ergänzt der Technische Leiter der GWG, Bernd Heinrich.

Das alles hört Hannelore Pohl gerne. „Die Sudetenstraße 12 ist der sogenannte Siemensler-Block, die 10 daneben ist der Grenzer-Block“, erzählt die toughe Dame. Das rühre daher, dass damals viele Siemensmitarbeiter und viele Grenzpolizeibeamte mit ihren Familien hier wohnten.
„Die lange Verweildauer von Frau Pohl ist beispielhaft“, weiß Gerstl zu schätzen, dass viele Mieter über einen sehr langen Zeitraum mit der GWG zufrieden sind. „Beide Seiten profitieren von der Langzeitmiete.“ Hannelore Pohl findet es dementsprechend sehr gut, dass „durch die energetische Modernisierung in Zukunft Energie eingespart wird und dadurch die klimaschädlichen CO2-Emissionen erheblich reduziert werden. Das alles lässt sich die GWG 820.000 Euro kosten.
Neben der Modernisierung und Instandsetzung der Wohnanlagen in der Sudetenstraße geht es auch Am Kalmusrangen 10 und 12 daran, Energie zu sparen und optische sowie technische Verbesserungen für die Mieter zu erreichen. „Es sind in etwa die gleichen Maßnahmen wie in der Sudetenstraße“, fasst Heinrich zusammen. „Insgesamt kostet uns die Sanierung hier 350.000 Euro.“ Alle Häuserfassaden, sowohl in der Sudetenstraße 10, 12 und Am Kalmusrangen 10, 12 werden mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen. Diese Wärmedämmung wird sich positiv auf die Heizkosten auswirken. Dennoch werden aufgrund der Modernisierungsmaßnahmen die Mieten angepasst. „Das geschieht ab Dezember 2021“, sagt Gerstl. „Pro Quadratmeter werden die Mieter 50 Cent Heizkosten pro Monat sparen“, zeigt Gerstl auf. Gleichzeitig steigen die Mieten: Pro Quadratmeter müssen die Mieter mit 1,20€ mehr pro Monat rechnen. „Bei einer 75 Quadratmeter großen Wohnung macht das einen Unterschied von 90€“, berechnet Gerstl den Preisanstieg.

Insgesamt ist es ein Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Sozialverträglichkeit für unsere Mieter“, fasst Gerstl zusammen. Der Wirtschaftsplan der GWG sieht für das Jahr 2021 Gesamtinvestitionen in der Höhe von drei Millionen Euro vor. Die GWG hat derzeit 926 Mietwohnungen in ihrem Bestand, hinzu kommen 8 Reihenhäuser, ein Doppelhaus sowie 5 Gewerbeeinheiten und 377 Garagen.

Das letzte Wort hat Hannelore Pohl: „Wenn die Mieten erschwinglich bleiben und die Gesundheit mitspielt, sehe ich keinen Grund, hier auszuziehen.

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