der GWG

Vier Prozent Dividende

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Die Wohnungsbaugenossenschaft präsentiert ihren Mitgliedern eine solide Bilanz. Die Bestandspflege soll im gleichen Umfang fortgeführt werden.
Von Peter Tischer

Neustadt – „Es waren zwei gute Jahre“, bilanzierte der geschäftsführende Vorstand Josef Gerstl, dem sich Aufsichtsratsvorsitzender Steffen Fischer anschloss, „der Markt für Mietwohnungen läuft gut.“ Novum in der GWG-Geschichte: Coronabedingt wurden von der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Neustadt bei Coburg eG (GWG) die Bilanzjahre 2019 und 2020 präsentiert. 1538 Mitglieder mit 36.140 Geschäftsanteilen haben zum 31. Dezember 2020 das Geschäftsguthaben auf 5,525 Millionen Euro anwachsen lassen.


Die gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Neustadt ist mit derzeit 926 Wohneinheiten, 6 Gewerbeeinheiten und 377 Garagen inkl. TG-Stellplätzen bei einer Nutzfläche von rund 64.000 Quadratmetern größter Wohnungsanbieter der Stadt „sowie einem eigenen Regiebetrieb, der heutzutage wichtiger denn je ist“, erläuterte Gerstl. Der Aufsichtsratsvorsitzende konnte den anwesenden Mitgliedern einen Bilanzgewinn in Höhe von 524.875,18 Euro (2019) und 498.114,95 Euro (2020) mitteilen. Davon wurden auch für beide Jahre wieder vier Prozent Kapitaldividende an die Mitglieder ausbezahlt. Von den Umsatzerlösen in Höhe von insgesamt 5,013 Millionen Euro (2019) und 5,126 Millionen Euro (2020) wurden 738.000 Euro (2019) und 814.000 Euro (2020) durch Fremdleistungen in die Instandhaltung des Wohnungsbestandes investiert. Im Bereich der energetischen Modernisierungen im Baugebiet Süd wurden 2019 in die Sudetenstraße 9, 11 und in die Heubischer Straße 42a und b 1.446.000 Euro sowie 2020 in die Heubischer Straße 44-50, einschließlich neuer Außenanlagen 1,492 Millionen Euro investiert. Im Zuge der energetischen Modernisierung, die im Zeitraum von 2017 bis 2020 im Baugebiet Süd erfolgte, wurde zur Verbesserung des Wohnumfeldes im Innenhof ein neuer Spielplatz angelegt. Natürlich erhofft man sich bei der GWG einen vermehrten Zuzug von jungen Familien mit Kindern, damit die Spieloase künftig noch mehr genutzt wird. Die Kosten für den neuen Spielplatz betrugen über 50.000 Euro.


Noch wichtiger: Die Einsparung an CO2 im Baugebiet Süd beträgt 96 Prozent, was eine jährliche Einsparung von 360 Tonnen CO2 ergibt. Den Mietern soll auch in Zukunft ein schönes und sicheres Zuhause angeboten werden. Dafür will die Genossenschaft auch weiterhin in die Instandhaltung und Modernisierung der Gebäude investieren. Es wird angestrebt, dass die Mieter möglichst auch im hohen Alten in ihren Wohnungen verbleiben können. Dafür werden entsprechende Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt. Die durchschnittliche Wohnungsmiete beträgt zuletzt 4,80 Euro pro m² im Monat. Der Jahresabschluss wurde von der Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit genehmigt. Grundsätzlich sei die Vermögens- und Finanzlage der GWG Neustadt geordnet und die Eigenkapitalausstattung liege im Branchendurchschnitt. Der geschäftsführende Vorstand Josef Gerstl erwartet trotz vieler Vorhaben sowie coronabedingt starke Kostensteigerungen für das Geschäftsjahr 2021 wieder einen Bilanzgewinn von etwa 450.000 Euro.


Die Wahlen zum Aufsichtsrat brachten folgende Ergebnisse: Aufsichtsratsvorsitzender Steffen Fischer, Aufsichtsräte Christian Hofmann und Günter Bayer wurden erneut, Wilfried Mann erstmalig in den Aufsichtsrat gewählt. Dem Gremium gehören weiterhin an: Petra Engelhardt und Hartmut Schmiedeknecht. Der auf eigenen Wunsch ausgeschiedene Frank Mertin bedankte sich für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Nun blicken alle gespannt auf das kommende Jahr, wenn die GWG ihr 100-jähriges Bestehen feiert.

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