Modernisierungsmaßnahmen

Moderner, und nur etwas teurer

Rainer Lutz – Coburger Tageblatt

Neustadt – Energetische Sanierung ist bei der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Neustadt (GWG) kein Lippenbekenntnis!

Die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft modernisiert ihre Gebäude. In den kommenden Monaten sind Häuser in der Heubischer Straße an der Reihe. Die Mieter können dabei in ihren vier Wänden bleiben.


 
Neustadt – „Am meisten freue ich mich auf die Außenrollos“, sagt Heidi Friedrich. Sie wohnt in einem Mehrfamilienhaus der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft (GWG) Neustadt an der Heubischer Straße. Die Gebäude werden in den kommenden Monaten modernisiert. Das wird einige Belastungen für die Mieter mit sich bringen – aber eben auch neue Kunststofffenster mit Außenrollladen.
 
„Und es wird neue Balkone geben“, sagt Josef Gerstl, Geschäftsführender Vorstand der GWG. Er wundert sich, dass sich die Mieterin nicht auf diese Neuerung am meisten freut. Denn wie Andreas Lorenz, der Leiter des Regiebetriebs der GWG, betont: „Wir machen die Balkone so groß, wie es die Statik eben zulässt.“ Knapp doppelt so groß wie bisher werden sie dann sein, sagt Lorenz. Die Gerüste stehen schon eine Weile an den Gebäuden Nummer 44 und 46. Es wurde auch schon gearbeitet. „Am schlimmsten war es, als der Schlot abgerissen wurde“, sagt Erika Zier. Als sie 1974 ihre Wohnung in der Heubischer Straße bezog, waren die Häuser noch nicht alt. „Die sind 1962 gebaut worden“, sagt Josef Gerstl. Jetzt gehören sie zu den letzten Gebäuden, die im Zuge einer Modernisierungswelle angepasst werden. Die alten Schornsteine werden in diesem Zuge abgebrochen. Sie werden nicht mehr gebraucht.
 
Die Dächer werden erneuert, die Dämmung verstärkt. Dadurch sollen Heizkostenvorauszahlungen von 1,30 auf 0,90 Euro je Quadratmeter sinken. Fenster, Wohnungstüren und Schließanlage werden ersetzt, wodurch der Einbruchschutz verbessert wird. Auch neue Heizkörper werden installiert. Bei all dem dürfen die Mieter aber in ihren Wohnungen bleiben. Neuerungen, die zwar ein paar Belästigungen mit sich bringen. Veränderungen aber auch, die die Mieter durchaus zu schätzen wissen. Doch Heidi Friedrich sagt: „Das ist ja alles schön, aber wir müssen uns die Wohnungen halt hinterher auch noch leisten können.“ Wenn an den Außenfassaden gearbeitet wird, müssen zeitweise auch die Fenster durch Folien geschützt werden. „Das wird bestimmt schrecklich, wenn man die nicht mehr aufmachen kann, gerade wenn es dann schon wärmer wird“, meint Heidi Friedrich. Andreas Lorenz beruhigt: „Wir hängen nicht immer alle gleichzeitig zu.“ Und wenn es Probleme gibt, können sich die Mieter zudem an Bernd Heinrich wenden, den Projektleiter vor Ort.
 
Die Wohnbau investiert in die beiden Gebäude mit insgesamt 23 Wohnungen rund 1,5 Millionen Euro. Das wird tatsächlich auch zu einer Mieterhöhung führen. Sie wird etwa 1,50 Euro je Quadratmeter betragen, wie Josef Gerstl informiert. Der durchschnittliche Mietpreis bei der GWG liege mit 4,50 Euro aber unter dem mittleren Mietpreisniveau in der Region, wie er betont.
Gesamtinvest: sechs Millionen
 
Wenn die Häuser an der Heubischer Straße fertig modernisiert sind, ist das der Abschluss für alle 13 Wohnhäuser der GWG in diesem Umfeld. Insgesamt wurden dann rund sechs Millionen Euro investiert. Schluss ist damit aber noch nicht in Sachen Investition. Für 2021 kündigt Josef Gerstl die Fortsetzung der Modernisierungswelle an. Dann geht es an die Gebäude Am Kalmusrangen und Sudetenstraße 10. In der Ostlandstraße ist der Neubau von Garagen geplant.
 
Insgesamt verfügt die GWG Neustadt über 926 Wohnungen mit in Summe 59800 Quadratmetern Wohnfläche. Außerdem gehören acht Reihenhäuser, ein Doppelhaus, fünf Gewerbeeinheiten und 371 Garagen zum Bestand.
 
 

Wohnungsbaugenossenschaft sanierte 31 Wohneinheiten energetisch

Martin Rebhan 21.11.2019

Neustadt – Energetische Sanierung ist bei der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Neustadt (GWG) kein Lippenbekenntnis!

Zufriedenheit herrscht bei der GWG angesichts der erfolgreichen energetischen Modernisierung von elf Häusern im Bereich Thüringer/ Sudetenstraße. Das Bild zeigt von links Projektentwickler Tim Fischer, den Leiter Regiebetrieb, Andreas Lorenz, Geschäftsführer Josef Gerstl und den Modernisierungsverantwortlichen Bernd Heinrich. Foto: Martin Rebhan


 
Neustadt – Energetische Sanierung ist bei der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Neustadt (GWG) kein Lippenbekenntnis, sondern gelebte Philosophie. Dies stellte die GWG jüngst in der Sudetenstraße und in der Heubischer Straße unter Beweis: Insgesamt 31 Wohneinheiten wurden hier nicht nur energetisch saniert, sondern es wurden auch neue Aluminium-Vorstellbalkone angebracht. Insgesamt hat die GWG hier mehr als 1,4 Millionen Euro investiert. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten beschränkten sich nicht nur auf Wärmedämmung. Unter anderem wurden auch die Treppenhäuser renoviert, die Dächer neu eingedeckt, die Keller- und Bodenelektrik erneuert und die Holzeingangstüren gegen solche mit einem verbesserten Einbruchsschutz ausgetauscht. „Jetzt sind nur noch kleine Restarbeiten zu erledigen“, erklärte der Leiter des Regiebetriebs, Andreas Lorenz. Erfreut zeigte sich Geschäftsführer Josef Gerstl darüber, dass man sowohl im Kosten- als auch im Zeitrahmen geblieben ist.
 
Dass an zwei Häusern noch Gerüste stehen, hat nach seinen Worten nichts mit den Sanierungsmaßnahmen zu tun, sondern sei dem Entschluss der GWG geschuldet, die Dachflächen für eine Photovoltaikanlage zu vermieten. „Damit leisten wir einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz“, betonte Gerstl. „Mit der Anbringung eines Wärmeverbundsystems, der Dämmung der Kellerdecke und des Fußbodens im Dachgeschoss sowie der Erneuerung aller Fenster können die Energiekosten erheblich gesenkt werden.“ So reduzierten sich die monatlichen Heizkosten-Vorauszahlungen von durchschnittlich 1,65 Euro je Quadratmeter Wohnfläche auf 90ct.
 
Erhöhung der Miete
Zum Thema Mietpreiserhöhung meinte Josef Gerstl, dass aufgrund der Senkung der Heizkosten die Erhöhung der Miete im Durchschnitt bei einem Euro je Quadratmeter liege. Somit bewege sich die Wohnungsmiete im „Baugebiet Süd“, wie die GWG das Areal zwischen Thüringer-, Sudeten- und Heubischer Straße bezeichnet, zwischen 5,90 und 6,50 Euro je Quadratmeter. Eine der betroffenen Mieterinnen ist Gertraude Belk, die seit 1988 hier wohnt. „Die Bauarbeiten haben mich wenig belastet“, sagte sie und attestierte allen Handwerkern, dass sie immer sehr zuvorkommend gewesen seien. „Ich habe sie ja auch mit Kaffee versorgt“, ergänzte sie lächelnd. Besonders lobte sie, dass die neuen Balkone den Wohnwert erheblich erhöhten: „Die alten Balkone waren schon sehr klein.“
Josef Gerstl lobte nicht nur die Zusammenarbeit mit den ausführenden Firmen, sondern auch die Unterstützung seitens des Bauamtes der Stadt Neustadt.
Bernd Heinrich, zuständig für den Bereich Modernisierung, ergänzte, dass die Aufträge, soweit Angebote vorlagen, alle an Unternehmen in der Region vergeben worden seien.
 
Zentrale Pelletheizung
Mit den jetzt abgeschlossenen Sanierungsarbeiten setzt die GWG einen Weg fort, die sie 2017 mit der Sanierung der ersten Häuser in der Thüringer Straße begonnen hat. Zusätzlich wurde zur Verbesserung des Wohnumfeldes im Innenhof des Areals ein neuer Spielplatz angelegt. Diese Investition schlug mit mehr als 50.000 Euro zu Buche. Beheizt werden alle 108 Wohneinheiten im Baugebiet Süd mit einer zentralen Pelletheizung, die ebenfalls 2017 installiert wurde und ein Investitionsvolumen von mehr als 450.000 Euro hatte. Im kommenden Jahr sollen die Häuser Heubischer Straße 44/46 und 48/50 saniert werden. Abschließend erklärte Josef Gerstl: „Wenn die Maßnahmen im Baugebiet Süd abgeschlossen sind, hat die GWG weit über sechs Millionen Euro investiert.“
 
 

Heubischer Str. 42a, b und Sudetenstr. 9/11

In o.g. Häusern wurden insgesamt 31 WE mit Kosten von über 1,4 Mio. € energetisch modernisiert.

Durchführung April – Oktober 2019

In o.g. Häuser wurden insgesamt 31 WE mit Kosten von über 1,4 Mio. € energetisch modernisiert.

Nachfolgende Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen wurden durchgeführt:

Maßnahmen außerhalb der Wohnungen (Verbesserung der Mietsache, Einsparung von Energie)

    • Wärmedämmmaßnahmen der Kellerdecke und des Daches, sowie Anbringen eines Vollwärmeschutzes an der Außenfassade
    • Renovierung des Treppenhauses: Maler- und Anstricharbeiten der Wände und des Treppengeländers
    • Erneuerung der Klingel- Sprech- und Briefkastenanlage
    • Neueindeckung mit Tondachziegel, Austausch der Dachrinnen und Fallrohre
    • Abbruch der nicht mehr benötigten Kamine im Dachboden
    • Erneuerung der Keller- und Dachbodenelektrik, inkl. der Elektro-Zähleranlagen
    • Sternförmige Neuverlegung der Telefonleitungen auf der Fassade
    • Elektroinstallation in den Kellerabteilen (Steckdose, Schalter, Lampe)
    • Instandsetzung und Anstrich der Kellerwände und Kellerabgänge
    • Erneuerung der Kellerabgangsgeländer (außen)
    • Entfernung der vorhandenen Balkonkragplatten und Anbringung von größeren Aluminium-Vorstellbalkonen
    • Austausch der Haustüre
    • Austausch der Kellerausgangstüre
    • Erneuerung der Schließanlage

Maßnahmen innerhalb der Wohnungen (Verbesserung der Mietsache)

  • Einbau von isolierverglasten Kunststofffenstern mit Rollläden an allen Fenstern
  • Austausch der gestrichenen Wohnungseingangstüren aus Holz gegen neue Wohnungseingangstüren mit verbessertem Einbruchschutz, absenkbarer Bodendichtung und umlaufender Dichtung.

Mit der Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems, sowie Dämmung der Keller- und Speicherdecke können die Energiekosten erheblich gesenkt werden. Dadurch werden die von Ihnen geleisteten Heizkostenvorauszahlungen von bisher durchschnittlich 1,57 € / m² / Mo. auf einen Betrag von 0,90 € / m² / Monat gesenkt.

Durch die Senkung der Heizkosten beträgt die Erhöhung der Miete insgesamt ca. 1,00 €/m²/Mo.

Zusätzlich wurde zur Verbesserung des Wohnumfeldes im Innenhof ein neuer Spielplatz, Kosten: ca. 50.000,– € angelegt.

Alle Mieter freuen sich über die neuen großzügigen Aluminium-Vorstellbalkone ganz besonders.

Neustadt bei Coburg, 03.12.2019


 

Heubischer Str. 44 a, b und Sudetenstr. 13,15 und 17

In o.g. Häuser wurden insgesamt 36 WE mit Kosten von über 1,5 Mio. € energetisch modernisiert.

Durchführung März – September 2018

In o.g. Häuser wurden insgesamt 36 WE mit Kosten von über 1,5 Mio. € energetisch modernisiert.

Nachfolgende Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen wurden durchgeführt:

Maßnahmen außerhalb der Wohnungen (Verbesserung der Mietsache, Einsparung von Energie)

    • Wärmedämmmaßnahmen der Keller- und Speicherdecke, sowie Anbringen eines Vollwärmeschutzes an der Außenfassade
    • Renovierung des Treppenhauses: Maler- und Anstricharbeiten der Wände und des Treppengeländers
    • Erneuerung der Klingel- Sprech- und Briefkastenanlage
    • Neueindeckung mit Tondachziegel, Austausch der Dachrinnen und Fallrohre
    • Abbruch der nicht mehr benötigten Kamine im Dachboden
    • Erneuerung der Keller- und Dachbodenelektrik, inkl. der Elektro-Zähleranlagen
    • Sternförmige Neuverlegung der Telefonleitungen auf der Fassade
    • Elektroinstallation in den Kellerabteilen (Steckdose, Schalter, Lampe)
    • Instandsetzung und Anstrich der Kellerwände und Kellerabgänge
    • Erneuerung der Kellerabgangsgeländer (außen)
    • Entfernung der vorhandenen Balkonkragplatten und Anbringung von größeren Aluminium-Vorstellbalkonen
    • Austausch der Haustüre
    • Austausch der Kellerausgangstüre
    • Erneuerung der Schließanlage

Maßnahmen innerhalb der Wohnungen (Verbesserung der Mietsache)

  • Einbau von isolierverglasten Kunststofffenstern mit Rollläden an allen Fenstern
  • Austausch der gestrichenen Wohnungseingangstüren aus Holz gegen neue Wohnungseingangstüren mit verbessertem Einbruchschutz, absenkbarer Bodendichtung und umlaufender Dichtung.

Mit der Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems, sowie Dämmung der Keller- und Speicherdecke können die Energiekosten erheblich gesenkt werden. Dadurch werden die von Ihnen geleisteten Heizkostenvorauszahlungen von bisher durchschnittlich 1,65 € / m² / Mo. auf einen Betrag von 0,90 € / m² / Monat gesenkt.

Durch die Senkung der Heizkosten beträgt die Erhöhung der Miete insgesamt ca. 1,00 €/m²/Mo.

Zusätzlich wurde zur Verbesserung des Wohnumfeldes im Innenhof ein neuer Spielplatz, Kosten: ca. 50.000,– € angelegt.

Alle Mieter freuen sich über die neuen großzügigen Aluminium-Vorstellbalkone ganz besonders.

Neustadt bei Coburg, 12.11.2018


 

GWG saniert 36 Wohnungen

Sowohl die Fassaden als auch die Innenräume der Häuser werden erneuert. Das spart Energie.
Aber auch die Miete wird künftig steigen. (Peter Tischer – 17.03.2018)

Sowohl die Fassaden als auch die Innenräume der Häuser werden erneuert.

Neustadt – ,,Nun sind es schon 53 Jahre, dass ich hier wohne“, erzählt Hannelore Sonntag munter drauf los. Sie freut sich, dass die Modenisierung ihres Wohnblocks in der Sudetenstraße startet. ,,Ich bin damals mit meinem Mam Helmut und vier Kindern hierhin gezogen“, erzählt die 86-Jährige. Nun nimmt die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft (GWG) rund 1,5 Millionen Euro in die Hand, um der Sudetenstraße, Hausnummer 13,15 und 17 sowie die Heubischer Straße 44a und 44b zu modernisieren.
Insgesamt sind von der Maßnahme 36 Wohneinheiten betroffen. Nach der Fertigstellung erhöhen sich die Mieten leicht. „Die lange Verweildauer von Frau Sonntag ist beispielhaft“ lobt der geschäftsführende Vorstand der GWG, Josef Gerstl. „Beide Seiten profitieren von der Langzeitmiete.“ 88 Quadratmeter hat Sonntags Domizil mit zwei Toiletten, was bei 6 Personen unabdingbar war“, schmunzelt sie. Als mein Mann verstarb „wollte ich ausziehen, da ich nicht wusste, ob ich das finanziell schaffe und so eine große Wohnung in Schuss halten kann“, blickt das Neustadter Urgestein zurück. „Aber da das alles klappt, bleibe ich natürlich, so lange es geht. Zumal ich ja glücklicherweise drei Töchter hier in Neustadt habe, die sich um mich kümmern.“ Sonntag schwärmt von der hervorragenden Hausgemeinschaft: „ Alle haben gut zusammengepasst und es waren zahlreiche Kinder in diesem Haus. Meist Siemensianer und städische Mitarbeiter.“ Sie findet es prima, dass „durch die energetische Modernisierung in Zukunft Energie eingespaart wird und dadurch die klimaschädlichen CO2-Emissionen erheblich reduziert werden.“ Die rüstige Seniorin ergänzt: „Wir belasten dadurch die Umwelt und die Natur weniger und ich freue mich, dass auch ich meinen Beitrag dazu leisten kann.“

Die Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen umfassen unter anderen folgende Arbeiten: Wärmedämmmaßnahmen der Keller-und Speicherdecke, Anbringung eines 16-Zentimeter-Vollwärmeschutzes an der Außenfassade“, zeigt Gerstl auf. „ Auchdie Renovierung des Treppenhauses, die Erneuerung der Keller- und Dachbodenelektrik, neue Telefonleitungen, Elektroinstallation in den Kellerabteilen, neue Alu-Vorstellbalkone sowie eine neue Schließanlage werden hinzukommen“ ergänzt er.
Doch auch innerhalb der Wohnungen werden Verbesserungen durchgeführt. „Der Einbau von isolierverglasten Kunststofffenstern mit verbesserten Dämmeigenschaften sowie Anbringung von Rollläden an allen Fenstern und der Einabu von neuen Wohnungseingangstüren sparen zudem Energie ein“, weiß der Technische Leiter, Dieter Welscher. „Deshalb müssen die Gebäude voll eingerüstet werden um einen Vollwärmeschutz anbringen zu können“ erklärt er. Welscher ist verantwortlich für die komplette Bauabwicklung und kümmert sich darum, dass die Mieter so gering wie möglich durch die Modernisierungsmaßnahme beeinträchtigt werden. ,,Ich freue mich, dass es losgegangen ist mit der Sanierung und dass auch der Balkon einbezogen wird“, lobt Hannelore Sonntag die Baumaßnahmen. ,,Ich genieße es, auf dem Balkon zu sitzen.“ Die GWC hatte vor der Modernisierung die Mieter in die Überlegungen einbezogen und eine Mieterversammlung durchgeführt. Frau Sonntag hatte damals, wie alle anderen auch, der Modernisierung zugestimmt“ sagt Gerstl. ,,Finanziert werden die Modernisierungsmaßnahmen mit FfW-Darlehen und Eigenkapital,“ Dass an den Kosten auch die Mlieter beteiligt werden, zeigt Gerstl auf ,,Die Grundmiete steigt auf 5,70 Euro pro Quadratmeter und Monat beziehungsweise 6,30 Euro pro Quadratmeter und Monat vom 1.Dezember dieses Jahres an.“ Bis dahin sollen die Maßnahmen längst abgeschlossen sein.

Heubischer Str. 52, Thüringer Str. 21,23 und Sudetenstr. 4/6

In o.g. Häusern wurden insgesamt 34 WE mit Kosten von ca. 1,6 Mio. € energetisch modernisiert.

Arbeit vom Keller bis zur Fassade
Die GWG saniert und modernisiert fünf Häuser in Neustadt. Auch Energiesparmaßnahmen spielen dabei eine große Rolle. (Peter Tischer – 29.06.2017)

In o.g. Häusern wurden insgesamt 34 WE mit Kosten von ca. 1,6 Mio. € energetisch modernisiert

„Am 1. Januar waren es genau 50 Jahre, dass ich hier wohne“, erzählt Ursula Kiesewetter. Jetzt freut sie sich, dass es mit der Modernisierung ihres Wohnblocks in der Sudetenstraße losgeht. „Ich bin damals mit meinem Mann und fünf Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren als Erstbezug hier fündig geworden“, erinnert sie sich. Nun nimmt die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft (GWG) rund 1,6 Millionen Euro in die Hand, um neben der Sudetenstraße 6 noch die Hausnummer 4 sowieso die Heubischer Straße 52 sowie die Thüringer Straße 21 und 23 zu modernisieren.
Insgesamt betroffen sind von der Maßnahme 34 Wohneinheiten. „Die lange Verweildauer von Frau Kiesewetter ist beispielhaft“, sagt der geschäftsführende Vorstand der GWG, Josef Gerstl. 86 Quadratmeter hat ihr Domizil, „mit zwei Toiletten, was bei sieben Personen unabdingbar war“, schmunzelt Ursula Kiesewetter, deren Mann Ernst als Polizeichef in Neustadt bekannt war. Vor 15 Jahren starb er. „Ich wollte ausziehen, da ich nicht wusste, ob ich das finanziell schaffe und so eine große Wohnung instandhalten kann“, blickt die 85-Jährige zurück. „Aber da das alles klappt, bleibe ich natürlich, so lange es geht.“ Die GWG kam ihr entgegen und baute das Gäste-WC in eine ebenerdige Dusche um. Ursula Kiesewetter schwärmt von der hervorragenden Hausgemeinschaft: „Alle haben gut zusammengepasst, und es waren ja auch 24 Kinder in diesem Haus. Meist von Siemenslern und städtischen Mitarbeitern.“
„Für die Häuser werden ausschließlich an Firmen, die in Neustadt oder in den Landkreisen Coburg und Lichtenfels ansässig sind, Aufträge vergeben“, sagt Gerstl.

In o.g. Häusern wurden insgesamt 34 WE mit Kosten von ca. 1,6 Mio. € energetisch modernisiert

Am Kalmusrangen 4, 6 und 8

In o.g. Häusern wurden insgesamt 23 WE mit Kosten von ca. 600.000€ energetisch modernisiert.

Durchführung Mai – September 2015 (Hausnr. 4)
Durchführung April – August 2016 (Hausnr. 6+8)

In o.g. Häusern wurden insgesamt 23 WE mit Kosten von ca. 600.000€ energetisch modernisiert

Nachfolgende Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen wurden durchgeführt:

Maßnahmen außerhalb der Wohnungen (Verbesserung der Mietsache, Einsparung von Energie)

    • Einbau einer Solaranlage für Brauchwasser und Heizungsunterstützung
    • Wärmedämmmaßnahmen der Keller- und obersten Geschossdecke bzw. der Dachschrägen, sowie Anbringen eines Vollwärmeschutzes an der Außenfassade
    • Teilweise Einbau von Rollläden
    • Renovierung des Treppenhauses: Maler- und Anstricharbeiten der Wände und des Treppengeländers
    • Anbringen eine Vordachs im Eingangsbereich
    • Briefkastenanlage neu installieren
    • Terrasse auf Wunsch für EG-Wohnungen
    • Abbruch der nicht mehr benötigten Kamine über Dachgeschoss
    • Abbruch der Dachgauben und Einbau von Dachflächenfenstern
    • Erneuerung der Keller- und Dachbodenelektrik

Maßnahmen innerhalb der Wohnungen (Verbesserung der Mietsache)

  • Teilweise Einbau von isolierverglasten Kunststofffenstern (mit Rollläden)
  • Erneuerung der Schließanlage

Mit der Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems, sowie Dämmung der Keller- und obersten Geschossdecke, sowie durch die Installation einer Solaranlage können die Energiekosten erheblich gesenkt werden. Dadurch werden die von den Mietern geleisteten Heizkostenvorauszahlungen von bisher durchschnittlich 1,50 €/m²/Mo. auf einen Betrag von 0,70 €/m²/Mo. gesenkt.

Alle Mieter haben sich über die Modernisierung gefreut und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Zum Abschluss der Arbeiten fand sogar ein kleines Mieterfest statt, zu dem alle betroffenen Mieter eingeladen waren. Mieterfest am Kalmusrangen »