der GWG

Ein sicheres Dach über dem Kopf

100-Jahre-GWG-6

Die Herausforderungen sind groß, aber die GWG Neustadt sieht sich gerüstet.

Seit 100 Jahren bietet die GWG sicheren und bezahlbaren Wohnraum. Jetzt konnte die Genossenschaft in der Kulturwerkstatt ihren 100. Geburtstag zusammen mit viel Prominenz und Mitarbeitern feiern.
„Neustadt würde ohne die GWG ganz anders aussehen“, stellte Oberbürgermeister Frank Rebhan in seinem Grußwort fest. Sie ermögliche den Neustadtern Wohn- und Lebensmittelpunkte.


Zur Bildergalerie „Der Empfang“ >>

Zur Bildergalerie „Das Mieterfest“ >>

Zum Video >>


Seit ihrer Gründung seien viele Altbauten saniert und Innenräume renoviert und immer wieder neues Wohnangebot geschaffen worden. Die Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen in jüngster Zeit sparten nicht nur CO2 ein, sondern steigerten auch die Attraktivität der Stadt. Trotz des eigenen Regiebetriebs vergibt die GWG zahlreiche Arbeiten an Unternehmen aus Neustadt und der Region.
Der OB verhehlte nicht, dass es auch schwierige Zeiten zwischen der Stadt und der Geschäftsführung der GWG gegeben hat. Er denke aber gerne an seine Zeit als Aufsichtsratsvorsitzender mit dem damaligen Geschäftsführenden Vorstand Oskar Wagner zurück.


Hans Maier, Verbandsdirektor des Verbands der Wohnungswirtschaft Bayern, zu dem 493 Mitgliedsunternehmen gehören, darunter auch die GWG in Neustadt, betonte, seit 100 Jahren sei es das besondere Anliegen der GWG, bezahlbares Wohnen in Neustadt anzubieten. Das gewinne zunehmend an Bedeutung. „Aber ohne die entsprechenden Fördergelder kann es keinen bezahlbaren Wohnraum geben“, sagte Maier. Die Listen der Bürger in Bayern, die auf eine Wohnung warteten, seien lang. Viele Wohnungsunternehmen seien aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise und der steigenden Zinsen gezwungen, Bauprojekte zurückzustellen, wie eine Umfrage zeige. Hinzu komme, dass die Auflagen rund um den Klimaschutz eine große Herausforderung für die Wohnungsunternehmen seien. Denn die Wohnungen müssten ja bezahlbar bleiben. „Die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft wird auch in Zukunft gebraucht“, sagte Maier und gratulierte zum 100. Jubiläum.


Sehr positiv fiel das Grußwort des Aufsichtsratsvorsitzenden der GWG, Steffen Fischer, aus: Die GWG Neustadt erfreue sich nach 100 Jahren immer noch sehr großer Beliebtheit, präsentiere sich in einem modernen Gewand und strotze nur so vor Vitalität. Josef Gerstl, der Geschäftsführende Vorstand der GWG, blickte auf die Anfänge zurück. Die Genossenschaft wurde am 13. Februar 1922 aufgrund einer Anregung des damaligen Geschäftsführers des Wohnungsamtes, Staatsobersekretär Ernst Müller von 120 engagierten Männern mit unterschiedlichen politischen Richtungen, darunter Unternehmer und Arbeiter, als Bauvereinigung vier Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges gegründet. Der Grund war die große Not. Mit Stolz habe man auf die Fertigstellung des ersten gr0ßen Bauabschnittes „Siedlung Nord“ und auf das neue Projekt „Krieger-Gedächtnis-Siedlung“ hingewiesen.


Laut Gerstls Rückschau hatten in den ersten zehn Jahren nach der Gründung 170 Familien mit 700 Personen in 71 Häusern ein Dach über dem Kopf bekommen. Alle Erbbaurechte, die mit der Stadt Neustadt bestanden hätten seien vorzeitig abgelöst worden und befänden sich im Eigentum der GWG. Bei der Mitgliederversammlung Ende Juni berichtete Gerstl, 2021 seien etwa 1,6 Millionen Euro in die energetische Modernisierung der Gebäude in der Sudetenstraße 10/12 und Am Kalmusrangen 10/12 investiert worden. Die durchschnittliche Wohnungsmiete habe zuletzt monatlich 4,90 Euro pro Quadratmeter betragen. Trotz hoher Aufwendungen und steigender Kosten erwarte er für das Geschäftsjahr 2022 wieder einen Bilanzgewinn.


Zurzeit arbeite man wieder an der „Siedlung Nord“. Außerdem werde wegen des wachsenden Bedarfs die Projektentwicklung zur Wohnbebauung „Am Gampertshügel“ weitergeführt, sagte der Geschäftsführer, der sich sicher zeigte, dass die GWG die Herausforderungen der Zukunft wie Klimawandel und demografische Entwicklung meistern werde.

Jetzt schnell finden!